Kommandos und Informationen, wie das Festlegen der aktuellen Uhrzeit oder das Drucken eines Photos, sind rechnerintern digital durch Nullen und Einser verschlüsselt. Eine Anwendung nur mit Nullen und Einsern zu schreiben, würde zu einer endlosen Aufgabe werden. Niemand programmiert heute Businessapplikationen auf diesem Weg, auch wenn dadurch eine optimale Ausführungsgeschwindigkeit erreicht werden könnte.
In der nächsten Stufe der Abstraktion wurden Prozeduren und Funktionen eingeführt.
Auf diesem Weg können Basisfunktionalitäten zu einer atomaren Einheit verbunden und beliebig oft verwendet werden. Dabei wird ein sehr abstraktes Bild der Realität geschaffen. Der Grad der Wiederverwendbarkeit steigt, das Programm selbst bleibt für den Laien unverständlich.
In einer noch höheren Stufe der Abstraktion werden Prozeduren in Objekten gruppiert, um ein genaueres Abbild der "wirklichen" Welt zu erlangen. Objekte haben, wie alle realen "Dinge", Eigenschaften und können Aktionen ausführen. Das Programm wird noch besser strukturiert, die Wiederverwendbarkeit steigt weiter, aber das Programm wird immer noch ausschließlich vom Profi geschrieben.
Die Modellierung ist die derzeit höchste Stufe der Abstraktion. Niemand programmiert heute in Assembler, wenn er Java nutzen kann - die Zukunft gehört den Modellen.
Ein Modell kann mit einem interessierten Kunden bearbeitet werden, auch wenn der Kunde über kein oder wenig IT-Knowhow verfügt. Ein Modell ist leicht verständlich und beschäftigt sich nicht mit der konkreten Realisierung.
Beispiel:
- der Zugriff auf ein definiertes Objekt erfolgt im Modell unabhängig von der Datenbank, in der die Werte der Attribute hinterlegt sind,
- ein Text wird im Modell für die Anzeige im späteren Programm markiert unabhängig von der Programmiersprache und der Zielplattform.
In der Modellierung werden also nur die Geschäftsprozesse definiert. Die Erstellung des entsprechenden Sourcecodes erfolgt durch ein System zur Transformation des Modells.
Wir bewegen uns hin zu einer reinen Definition von Geschäftsprozessen und realisieren technische Details durch Automaten. Alle großen IT-Abteilungen haben in den letzten Jahren kleinere oder größere Mengen solcher Automatisierungen durch entsprechende Frame-works realisiert. Ein solches Framework kann aber auf die Dauer keine Lösung sein. Die Kosten sind enorm und es besteht immer eine Festlegung auf bestimmte Plattformen, Techniken und Sprachen.
Das OlivaNova® Model Execution System definiert Businessobjekte, Relationen, Regeln und Objektzustände in Modellen, die von Systemanalysten erstellt werden.
Danach wird von der Transformationsmaschine kompilierbarer Sourcecode in verschiedenen Sprachen erzeugt. Das Programm kann sofort installiert werden.